LI. Der Vater Clouis erſcheint wieder auf der Srene.
Catherine hatte ſich nicht getänſcht. Trotz des freundlichen Empfangs, den er Piton gewährt, ſchien ihr Vater düſterer als je. Er gab Piton einen Händedruck, und Piton fühlte, daß ſeine Hand kalt und feucht war. Seine Tochter reichte ihm wie gewöhnlich ihre erbleich⸗ ten und ſchauernden Wangen, doch er beſchränkte ſich darauf, daß er ihre Stirne mit ſeinen Lippen ſtreifte; die Mutter Billot ſtand mit einer Bewegung auf, welche natürlich war, wenn ſie ihren Gatten eintreten ſah, mit einer Bewegung, an der zugleich das Gefühl ihrer Ried⸗ rigkeit im Vergleiche mit ihm und die Ehrfurcht, welche ſie für ihn hegte Theil hatten; doch der Pächter ſchenkte ihr keine Aufmerkſamkeit.
„Iſt das Mittagsbrod bereit?“ fragte er.
„Ja, mein Mann,“ erwiederte die Mutter Billot.
„Dann zu Tiſche; ich habe für heute Abend noch Vieles zu thun.“
Man trat in das kleine Familienſpeiſezimmer ein. Dieſes Speiſezimmer ging auf den Hof, und Niemand, der von außen kam, konnte in die Küche eintreten, ohne an dem Fenſter vorüberzukommen, durch welches daſſelbe ſein Licht empfing.
Ein Gedeck wurde für Piton beigefügt, den man
Die Gräfin von Charnh. 1v. 1


