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In ſeinem Streite mit dem Abbé Fortier, in ſeiner Erklärung der Menſchenrechte hatte ihr Vater der Geiſt⸗ lichkeit und dem Adel eine Ausforderung zugeworfen, eine Ausforderung, welche um ſo erſchrecklicher, je mehr ſie von unten kam.
Sie hatte an Iſidor gedacht, der nun nicht mehr höher ſtand als irgend ein anderer Menſch.
Es war nicht der Titel, es war nicht der Rang, es war nicht der Reichthum, was ſie in ihm bedauerte; ſie hätte Iſidor geliebt, wäre er ein einfacher Bauer geweſen;z doch es ſchien ihr, man ſei heftig, ungerecht, brutal gegen dieſen jungen Mann; es ſchien ihr, ihr Va⸗ ter müſſe, indem er ihm ſeine Titel und ſeine Privile⸗ gien entreiße, ſtatt ihr ihn eines Tages näher zu bringen, Iſidor auf immer von ihr entfernen.
Was die Meſſe betrifft, ſo ſprach Niemand mehr davon; man verzieh beinahe dem Abbé Fortier ſeinen contre⸗ revolutionären Ausfall; nur bemerkte er am andern Tage an ſeiner faſt leeren Claſſe den Schlag, den die Wei⸗ gerung, am Altar der Freiheit den Gottesdienſt zu verrichten, ſeiner Volksbeliebtheit bei den patriotiſchen Eltern von Villers⸗Coterets beigebracht hatte.
L. Unter dem Fenſter.
Die von uns hier erzählte Feſtlichkeit, deren Zweck es war, durch partielle Buͤndniſſe alle Gemeinden Frank⸗ reichs unter ſich zu verbinden, war nur das Vorſpiel der


