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kläre. Um dieſe heiligen Stufen zu erſteigen, muß man das Herz voll haben von drei Gefühlen; von dem Ver⸗ langen nach Freiheit, von der Ergebenheit gegen das Vaterland, von der Liebe für die Menſchheit! Prieſter, wünſcheſt Du die Befreiung der Welt? Prieſter, biſt Du Deinem Vaterlande ergeben? Prieſter, liebſt Du Deinen Nächſten? Dann ſieige kühn zu dieſem Altar hinauf und rufe Gott anz fühlſt Du Dich aber nicht den Erſten unter uns als Bürger, ſo tritt den Platz dem Würdigeren ab und ziehe Dich zurück! verſchwinde! gehe!„
„Ohl unglücklicher!“ rief der Abbé, während er ſich zurückzog und Billot mit dem Finger drohte;„Du weißt nicht, wem Du den Krieg erklärſt?“
„Doch, ich weiß es,“ erwiederte Billot,„ich erkläre den Krieg den Wölfen, den Füchſen und den Schlangen, Allem, was ſticht, Allem, was beißt, Alles, was in der Finſterniß zerreißt. Wohlan! es ſei,“ fügte er bei, indem er mit einer mächtigen Geberde an ſeine breite Bruſt mit beiden Händen ſchlug.„Zerreißt„ beißt. ſtecht. es iſt Etwas hiezu vorhanden!“
Es trat ein kurzes Stillſchweigen ein; die ganze an⸗ weſende Menge öffnete ſich, um den Prieſter abgehen zu laſſen, ſchloß ſich wieder und blieb unbeweglich und in Bewunderung vor dieſer kräftigen Natur, die ſich als Zielſcheibe den Streichen der furchtbaren Gewalt darbot, deren Sklave damals noch die Hälfte dec Welt war, und die man die Geiſtlichkeit nannte.
Es gab keinen Maire, keinen Adjuncten, keinen Mu⸗ nicipalrath mehr, es gab nur noch Billot.
Herr von Longpré näherte ſich ihm und ſagte:
„Aber mit Allem dem, Herr Billot, haben wir keinen Prieſter mehr.“
„Run, und dann?“ fragte Billot.
„Da wir keinen Pfarrer mehr haben, ſo haben wir keine Meſſe mehr!“
„Ein großes Unglück!“ ſprach Billot, der ſeit ſeiner


