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Freund, da Du Eile zu haben ſcheinſt, laß uns keine Zeit verlieren.“
„Allerdings,“ erwiederte der Schloſſer;„auch habe ich Madame Gamain veiſprochen heute Abend zurückzu⸗ kommen.. Laſſen Sie ſehen, wo iſt denn vas Schloß?“
Der König reichte dem Meiſter ein zu vrei Vierteln vollendetes Schloß.
„Nun, was ſagteſt Du denn, es ſei ein Benarde⸗
ſchloß?“ ſprach Gamain zum Lehrling;„ein Benarde⸗ ſchloß ſchließt ſich auf beiden Seiten, Stümper! und
dieſes iſt ein Kaſtenſchloß!... Wir wollen ein wenig ſehen. Das geht alſo nicht, wie 2 GEi! mit Meiſter Gamain muß das wohl gehen!“ fügte der Schloſſer bei.
Und er verſuchte es, den Schlüſſel ſich drehen zu machen.
„Ah! ja, ja,“ ſagte er.
„Du haſt ven Fehler gefunden, mein lieber Gamain?“
„Bei Gott!“
„Zeige mir das.“
„Das wird ſchnell geſchehen ſein, ſchauen Sie; der Bart heſchreibt wohl die Hälfte ſeines Kreiſes, hier aber, da er nicht ſchräge gearbeitet iſt, ſchlüpft er nicht allein durch, das iſt die Sache. Da der Lauf des Bartes ſechs Linien beträgt, ſo muß die Schulterung eine Linie betragen.“.*
Ludwig XVI. und der Geſelle ſchauten ſich wie er⸗
ſtaunt über das Wiſſen von Gamain an.
„Ei! mein Gott,“ ſagte dieſer, ermuthigt durch
dieſe ſtillſchweigende Bewunderung,„es iſt doch ganz einfach, und ich begreife nicht, wie Sie das vergeſſen konnten! Sie müſſen, ſeitdem Sie mich nicht mehr ge⸗ ſehen, an eine Menge von Albernheiten gedacht haben, und darüber haben Sie das Gedächtniß verloren. Sie haben drei Bärte, nicht wahr? einen großen und zwei kleine; einen von fünf Linien, zwei von zwei Linien?“
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