Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 7.-10. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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der Sphim.Nun, ſprach Hedipus,dieſes Thier iſt der Menſch.

Wie, der Menſch! rief Beauſire, welcher an dem Geſpräche ein Intereſſe nahm, als hätte es ſich um eine gleichzeitige Begebenheit gehandelt.

Ja, der Menſch! der Menſch, der in ber Kindheit, d. h. am Morgen ſeines Lebens, auf ſeinen Füßen und ſeinen Händen geht; der in ſeinem reiferen Alter, d. h. am Mittag, auf ſeinen zwei Füßen geht und ſich am Abend, d. h. in ſeinem Alter, auf einen Stab ſtützt.

Ah! rief Beauſire,das iſt bei Gott wahr! Der Sphinr iſt angeführt.

Ja, mein lieber Herr von Beauſire, ſo ſehr ange⸗ führt, daß er ſich köpflings in den Abgrund fürzte und, da er ſo redlich war, ſich nicht ſeiner Flügel zu bedlenen, was Sie wahrſcheinlich ſehr einfältig von ihm finden werden, den Schädel auf den Felſen zerſchmetterte. Was Oedipus betrifft, ſo ſetzte er ſeine Wanderung fort, kam nach Theben, traf Jokaſte als Witwe, heirathete ſie und erfüllte ſo die Prophezeiung des Orakels, welches geſagt hatte, er werde ſeinen Vater tödten und ſeine Mutter heirathen.

Aber, Herr Graf, verſetzte Beauſire,welche Aehnlichkeit ſehen Sie zwiſchen der Geſchichte von Oedi⸗ pus und der des Verlarvten?

Ohl eine große. Warten Sie. Vor Allem haben Sie ſeinen Namen zu wiſſen gewünſcht.

Ja

Und ich, ich habe geſagt, ich wolle Ihnen ein Räth⸗ ſel aufgeben; ich bin allerdings eine beſſere Haut, als der Sphinx, und werde Sie nicht verſchlingen, wenn Sie das Unglück haben, es nicht zu errathen. Aufgepaßt, ich erhebe die Pfote: Welcher vornehme Herr des Hofes iſt der Enkel ſeines Vaters, der Bru⸗ der ſeiner Mutter und der Oheim ſeiner Schweſter?

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