Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 7.-10. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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21 Beauſire bezeichnete mit dem Kopfe nickend, daß er

dies zu wiſſen wünſchte.

Es iſt immer etwas Ernſtes, einen Namen zu nen⸗ nen, Herr von Beauſire, und wahrhaftig, es wäre mir lieber, wenn Sie es erriethen..

Ertathen! Seit vierzehn Tagen ſuche ich.

Ah! weil Ihnen Niemand hilft.

Helfen Sie mir, Herr Graf.

Sehr gern. Kennen Sie die Geſchichte von Oedipus?

Nicht genau, Herr Graf. Ich habe einmal das Stück in der Comédie Frangaiſe ſpielen ſehen, und gegen das Ende des dritten Aktes hatte ich das Ungück, einzu⸗ ſchlafen.

Teufel! ich wünſche Ihnen immer ein ſolches Un⸗ glück, mein lieber Herr.

Sie ſehen aber, daß mir dies heute zum Nachtheil gereicht.

Nun alſo! mit zwei Worten will ich Ihnen ſagen, wer Oedipus war. Ich habe ihn jung am Hofe von König Polybos und alt an dem von Koͤnig Admetes gekannt. Sie können alſo das, was ich Ihnen ſage, beſſer glauben, als Sie das glauben würden, was Ihnen Aeſchhlus, Sophokles, Seneca, Voltaire, Corneille oder Herr Ducks, welche möglicher Weiſe viel von ihm ſprechen hörten, aber nicht den Vortheil haben, ihn ſelbſt zu kennen, zu ſagen im Stande wären.

Beauſire machte eine Bewegung, als wollte er Caglioſtro um eine Erklärung über ſeine Behauptung, er habe einen Mann gekannt, der ſchon vor dreitauſend und ſechshundert Jahren geſtorben, hitten; er dachte jedoch ohne Zweifel, es ſei nicht der Mühe werth, den Er⸗ zähler wegen einer ſolchen Kleinigkeit zu unterbrechen, 3 hielt ſeine Bewegung zurück und ſetzte ſie nur durch ein Zeichen fort, welches beſagen wollte;Sprechen Sie weiter, ich höre.