Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 7.-10. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Beaufire ſchickte ſich an, Caglioſirv zu folgen. Doch nach einem Augenblick des Zögerns ſagte er:

Wo des Teufels ſehen Sie denn einen Weg? Ich ſehe nichts als Brombeerſtauden, deren Dornen mir die Knoͤchel zerreißen, und Gras, vas mir bis an die Kniee reicht.

Dieſer Friedhof iſt allerdings einer von den am ſchlechteſten unterhaltenen, die ich kenne, doch darüber darf man ſich nicht wundern. Sie wiſſen, daß man hier nur Verurtheilte, welche auf der Grove hingerichtet worden ſind, begräbt, und für dieſe armen Teufel macht man nicht viel Umſtände. Wir haben indeſſen hier wahre Berühmtheiten, mein lieber Herr von Beauſire. Wenn es Tog wäre, ſo würde ich Ihnen den Platz zeigen, wo Buuteville von Montmorench begraben liegt, der enthaup⸗ tet worden iſt, weil er ſich geſchlagen; der Chevalier von Rohan enthauptet, weil er gegen vie Regierung con⸗ ſpirirt hatte; der Graf von Horn gerävert, weil er einen Juden ermordet; Damiens geviertheilt, weil er Ludwig XV. zu ermorden verſucht hat; was weiß ich 2 Oh! Sie haben Unrecht, über vieſen Frievhof zu fluchen, Herr von Beauſire; er iſt zwar ſchlecht unterhalten, aber gut bewohnt.

Beauſire folgte Caglioſtro, wobei er ſeinen Gang ſo regelmäßig nach dem des Letzteren richtete, als dies

ein Soldat des zweiten Gliedes nach ſeinem Vordermanne

zu thun pflegt.

Ah! ſagte Caglioſtro, welcher plötzlich ſtehen blieb, ſo daß Beauſire, der auf dieſen raſchen Halt nicht gefaßt war, ihm mit dem Bauche auf den Rücken ſieß,ſehen Sie, hier iſt etwas ganz Friſches; es iſt das Grab Ihres Standesgenoſſen Fleur vCpine, eines der Mörder des Bäckers Frangois, der vor acht Tagen in Folge eines Spruches des Chatelet aufgehängt worden iſt. Das muß Sie intereffiren, Herr von Beauſire; er Die Gräfin von Charny. M. 2