Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny : 7.-10. Bändchen (1853) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Ah! Herr Graf!.. Und das iſt ganz natürlich, ich ſage es Ihnen zu⸗ erſt; doch ich biete Ihnen eine Caution.

Eine Caution! Der Herr Graf hat das gewiß

nicht nöthig!

Eine Caution, welche perſönlich für mich haften wird.

Und welche Caution iſt dies? fragte ſchüchtern Beauſire.

Mademoiſelle Nicole Oliva Legay.

Oh! rief Nicole,wenn der Herr Graf uns et⸗

was verſpricht, ſo iſt es allerdings, als ob wir es hät⸗ ten, Beauſire.

Sehen Sie, mein Herr, ſo geht es, wenn man gewiſſenhaft die Verſprechen, die man geleiſtet hat, er⸗ füllt. An einem Tage, wo ſich dieſe Demoiſelle in der Lage befand, in der Sie ſind, abgeſehen vom Complot, das heißt, an einem Tage, wo Mademoiſelle von der Polizei ſehr geſucht war, machte ich ihr ein Anerbieten: das, bei mir eine Zuflucht zu nehmen. Mademoiſelle zögerte; ſie befürchtete für ihre Ehre. Ich gab ihr mein Wort, und trotz aller Verſuchungen, die ich zu erdulden hatte, was Sie beſſer als irgend Jemand hegreifen wer⸗ den, habe ich es gehalten, mein Herr. Iſt das wahr, Mademoiſelle*

Oh! bei unſerem kleinen Touſſaint ſchwöre ich es! rief Nicole.

Sie glauben alſo, Mademoiſelle Nicole, ich werde das Wort halten, das ich heute Herrn von Beauſire ver⸗ pfände, und ihm vier und zwanzig tauſend Livres an dem Tage geben, wo der König die Flucht ergriffen hat, oder an dem Tage, wo Herr von Favras verhaftet iſt? wohl verſtanden, abgeſehen davon, daß ich vie Schlinge löſe, welche Sie vorhin erſtickte, mein Herr, und daß nie mehr für Sie von Strick oder Galgen die Rede ſein wird,

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