Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny, 1. und 2. Bändchen (1852) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Ah! mein Gott! mein Gott! rief Nicole, welche es der Thüre überließ, ſich allein zu ſchließen.Was iſt Dir denn begegnet, liebes armes Kind 2

Und ſie bedeckte das ſchwierige Geſicht des jungen Touſſaint mit jenen mütterlichen Küſſen, welche nichts anekelt, weil ſie Alles zu reinigen ſcheinen.

Es iſt, ſaßte Beauſire, indem er ſich geſchickt des Louis d'or bemächtigte und ihn beim Lichte prüfend betrach⸗ tete,es iſt ein ächter Louis d'or, vierundzwanzig Liv⸗ res werth.

Dann kam er zu dem Kinde zurück und fragte:

Wo haſt Du das gefunden, Bürſchchen, vamit ich die andern ſuchen kann?

Ich habe es nicht gefunden, erwiederte das Kind, man hat es mir geſchenkt.

Wie! man hat es Dir geſchenkt? rief die Mutter.

Ja, Mama, ein Herr.

Nicole war nahe daran, wie Beauſire es hei dem

Louis d'or gemacht hatte, zu fragen, wo dieſer Herr ſei.

Doch klug durch die Erfahrung, denn ſie wußte, wie empfindlich Beauſire im Punkte der Eiferſucht war,

wiederholte ſie nur:

Ein Herr!

Ja, Mütterchen, antwortete das Kind, während es ſeinen Gerſtenzucker unter ſeinen Zähnen krachen ließ, ein Herr!

Ein Herr! wiederholte Beauſire ebenfalls.

Ja, Papachen, ein Herr, der beim Spezereihändler eintrat, während ich dort war; er ſagte:Herr Specereihändler, iſt es nicht ein junger Edelmann Namens von Beaufire, den Sie in dieſem Augenblicke zu bedienen die Ehre haben?

Beauſire warf ſich in die Bruſt; Nicole zuckte die

chſeln.

Und was hat der Specereihändler geantwortet, mein Sohn? fragte Beauſire.