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und ſchon heute Abend kann ich auch anderswo Gläck ſuchen.“
Nach dieſen Worten ſtand Nicole auf und machte drei Schritte gegen die Thüre.
Beauſire ſeinerſeits machte einen gegen dieſelbe Thüre und verſperrte ſie, beide Arme öffnend.
„Aber, Böſe“ rief er,„wenn man Dir doch ſagt, daß dieſes Vermögen heute Alend kommt
„Nun?“ fragte Ricole.
„Es kommt heute Abend; wenn man Dir ſagt, daß,
ſollte die Martingabe falſch ſein,— was nach meinen
Berechnungen unmöglich iſt,— fünf Louis d'or verloren wären und nicht mehr.“
„Es gibt Augenblicke, wo fünf Louis d'or ein Ver⸗ moͤgen ſind, hören Sie, Herr Verſchwender! Sie wiſſen das nicht, Sie, der Sie Gold ſo ſchwer wie dieſes Haus verzehrt haben.“
„Das iſt ein Beweis für mein Verdienſt, Nicole; habe ich dieſes Gold verzehrt, ſo halte ich es gewonnen, und wenn ich es gewonnen hatte, ſo kann ich es aber⸗ mals gewinnen; übrigens gibt es einen Gott für die ge⸗ wandten Leute.“
„Ah! ja, darauf rechne!“ ſei„Mademoiſelle Nicole, ſollten Sie zufällig Atheiſtin ein?“
Nicole zuckte die Achſeln.
„Sollten Sie aus der Schule von Herrn von Vol⸗ taire ſein, der die Vorſehung leugnet?“
„Beauſire, Sie find ein Dummkopf,“ ſagte Nicvle.
„Man dürfte ſich, da Sie vom Volke herkommen, nicht wundern, wenn Sie ſolche Ideen hätten. Ich muß Ihnen bemerken, daß es nicht diejenigen ſind, welche meiner geſellſchaftlichen Kaſte und meiner politiſchen Mei⸗ nung angehören.“
„Herr von Beauſire, Sie find ein Unverſchämter,“ rief Nicole. 1


