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faum geſchlafen, er hatte bei ſeinem Frühſtück kaum ge⸗ geſſen, es hatte ihm an Zeit gefehlt, um ſeine Friſur wieder zurecht zu richten und zu pudern; ſein Bart war lang, ſeine Wäſche zerknittert, lauter Dinge, welche ihm ſehr zum Nachtheil gereichten. Ach! der arme König war nicht der Mann der ſchwierigen Umſtände. Unter allen ſchwierigen Umſtänden beugte er auch das Haupt. An einem einzigen Tag erhob er es: das war auf dem Schafſot, in dem Augenblick, wo es fallen ſollte.
Madame Eliſabeth war der Engel der Sanftmuth und der Hingebung, den Gott zu dieſen verurtheilten Ge⸗ ſchöpfen geſtelit hatte, und der den König im Temple über die Abweſenheit der Königin tröſten, die Königin in der Conciergerie über den Tod des Königs tröſten ſollte.
Herr von Provence hatte, hier wie immer, ſeinen ſchiefen, faſchen Blick; er wußte wohl, daß er, für den Moment wenligſtens, keine Gefahr lief; das war in dieſem Augenblick der Volksbeliebte der Famille— warum? man weiß es nicht;— vielleicht, weil er in Frankreich geblieben, während ſein Bruder, der Graf d'Artois, ab⸗ gereiſt war.
Hätte aber der König im Grunde des Herzens von Herrn von Provence leſen können, ſo fragt es ſich, ob 2 das, was er darin geleſen, ſehr unverſehrt die Dankbar⸗ keit gelaſſen hätte, welche er ihm für das hegte, was er für Ergebenheit hielt. ſ
Andrée ſah aus, als wäre ſie von Marmorz ſie hatte nicht beſſer geſchlafen als die Königin, nicht beſſer ge⸗ il geſſen als der König, doch die Lebensbedürfniſſe ſchienen 3 nicht für dieſe ausnahmsweiſe Natur gemacht. Sie hatte 8 nicht mehr Zeit gehabt, ihre Friſur wiederherzuſtellen oder dle Kleider zu wechſeln, und dennoch war auch nicht ein Haar auf ihrem Haupte in Unordnung, deutete nicht eine Falte ihres Kleides ein ungewohnliches Zerknittern an. Wie eine Statue ſchienen ſie dieſe Wogen, welche um ſie her verliefen, ohne daß ſie ihnen die geringſe


