Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : Vierte Abteilung, Die Gräfin von Charny, 1. und 2. Bändchen (1852) Mémoires d'un médecin
Entstehung
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Tumult. Man hatte die Bajonnete der Nationalgarde und bas weiße Pferd von Lafayette erblickt, welche un⸗ mittelbar vor den Wagen des Königs kamen.

Lafayette liebte ſehr die Volksverſammlungen; in der Mitte des Volfes von Paris, deſſen Idol er war, regierte er wahrhaft.

Doch er liebte den Pöbel nicht.

Paris, wie Rom, hatte ſeine plebs und ſeine ple- becula.

Er liebte beſonders die Erecutionen nicht, welche der Poͤbel ſelbſt vollzog. Man hat geſehen, daß er Alles gethan, was er hatte thun können, um Fleſſelles, Foullon und Berthier von Saubigny zu retten.

Es war alſo zugleich um vor ihm ihre Trophäe zu verbergen und um die blutigen Inſignien beizubehalten, welche ihren Sieg beſtätigten, dieſe Vorhut ſo weit vorange⸗ gangen.

Doch es ſcheint, daß, verſtärkt durch das Triumvirat, welches ſie in der Schenke zu treffen das Glück gehabt, die Fahnenträger ein Mittel gefunden hatten, Lafayette auszuweichen, denn ſie weigerken ſich, mit ihren Gefährten abzugehen, und beſchloßen, da Seine Majeſtät erklärt habe, ſie wolle ſich nicht von ihren getreuen Garden tren⸗ nen, ſo werden ſie Seine Majeſtät erwarten, um ihren Cortége zu hilden.

Dem zu Folge begab ſich die Vorhut, nachdem ſie Kräfte geſammelt, wieder auf den Weg.

Dieſer Pöbel, der auf der Landſtraße von Paris nach Verſailles abſloß,— einer ausgetretenen Goſſe ähnlich, welche, nuch einem Sturme, in ihren ſchwarzen, kothigen Wellen die Bewohner eines Palaſtes fortreißt, die ſie auf hrein Wege getroffen und in ihrer Heſtigkeit niederge⸗ worfen hatte,— dieſe Menge, ſagen wir, hatte auf jeder Seite der Straße eine Art von Sog, gebildet von den Einwoßnerſchaften der an dieſer Straße Kegenden Dorfer, welche herbeiliefen, um zu ſehen, was vorging. Von den⸗