15¹ Der Chevalier von Harmental.
und ſchlugen dann das Auge zum Himmel auf, um ihm für das unerwartete Glück zu danken.
Unterdeſſen hatte der Gouverneur dem Poſtillon ge⸗ winkt und der Wagen rollte heran. Der Wagenſchlag ward geöffnet und Herr de Launoh reichte Bathilden die Hand um ihr beim Einſteigen behülflich zu ſein. Bathilde zögerte; ſie blickte ſich ängſtlich um, ob man Raoul Luch nicht fortführe; dieſer aber ſchickte ſich an ihr zu folg d ſo ſtieg ſie raſch ein. Im nächſten Augenblicke ſaß Rävul ihr zur Seite, der Schlag ward zugeworfen, der Wagen ſetzte ſich von der Escorte um⸗ ringt in Bewegung, die Zugbrücke raſſelte hinab und bald befanden ſie ſich außerhalb der Baſtille.
Die beiden Gatten ſanken einander in die Arme. Es war kein Zweifel mehr, der Regent ſchenkte Harmen⸗ tal das Leben, ja was noch mehr war, er wollte ihn nicht von Bathilden trennen. Ein ſolches Glück hat⸗ ten ſie nie geträumt; ſie ſollten beiſammen ſein, ſollten
ſich ſtets ſehen; was konnten ſie mehr verlangen? Nur
ein einziger Gedanke trübte das Paradies der Liebenden; die Erinnerung an den armen ehrlichen Buvat.
Da hielt plötzlich der Wagen. Die Thür öffnete ſich; es war der Poſtillon.„Was willſt Du?“ fragte Har⸗ mental, bei dem ſchnell neue Beſorgniſſe aufſtiegen.
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