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Der Chevalier von Harmental. 7
wohlwollendſten Lächeln und reichten ihm mit vieler Gra⸗ zie die kleine Hand zum Kuſſe, während ſich der Biſchof von Fréjus in ſeinem Demuthsſyſteme wieder nach ſei⸗ nem entlegenen Winkel zurückzog.
„Ich freue mich ſehr Sie zu ſehen, Herr Herzog,“ ſprach Ludwig XV. in ſanftem Tone und mit jenem bezau⸗ bernden Lächeln, dem ſelbſt die ihm anbefohlene Etikette nicht alle Grazie hatte rauben können,„und zwar um ſo mehr, da Ihr Erſcheinen zu ſo ungewohnter Stunde mich vermuthen läßt, daß Sie mir eine gute Nchricht nitzr. theilen haben.“
„Ich überbringe deren zwei, Sire!“ e der Regent;„zuvörderſt iſt bei mir ſo eben aus Nürnberg eine große Kiſte angelangt, welche ohne Zweifel..
„Recht viel Spielzeug für mich enthält! Recht ſehr viel, nicht wahr, Herr Regent?“ unterbrach ihn freudig das königliche Kind, indem es fröhlich in die Hände klatſchte und umherſprang, ohne ſich um ſeinen Kammer⸗ diener zu bekümmern, welcher ehrerbietig hinter ihm ſtand und den kleinen Degen in der Hand hielt, welchen er
am Gürtel befeſtigen wollte.„Wie freue ich mich, wie ſehr bin ich Ihnen verbunden, Herr Regent! Wie gut
ſind Sie!“ „Sire, ich thue nur meine Schuldigkeit,“ verſetzte


