Der Chevalier von Harmental. 131
Abends ſechs und des Morgens vier Stunden Zeit übrig läßt und da Gott mir eine ſehr ſchöne Handſchrift ver⸗ liehen hat, ſo beſchäftige ich mich mit Abſchreiben.“
„Ich verſtehe, verſtehe,“ unterbrach ihn der ſcharfſich⸗ tige Dubvis,„man gab Ihnen verdächtige Originale zu cvpiren und die bringen Sie mir.“
„Hier ſind ſie, in dieſer Papierrolle, Ew. Eminenz,“ ſprach Buvat die Papiere hinreichend. Dubois ſprang ſchnell von ſeinem Sitze auf, riß die Rolle dem Abſchrei⸗ ber aus der Hand, blickte hinein— und die bewußten Papiere lagen vor ihm. Die erſten Blätter waren in ſpaniſcher Sprache abgefaßt, da aber Dubois ein paar⸗ mal nach Spanien geſandt worden war, ſo verſtand er etwas von der Sprache des Calderon und des Lopez de Vega, ſo daß er auf den erſten Blick ſah von wel⸗ cher Wichtigkeit dieſe Papiere waren. Sie beſtanden in der That aus nichts Geringerem als der Proteſtation des Adels, der Liſte der Officiere welche im Dienſte des Königs von Spanien angeſtellt zu werden wünſchten und dem vom Cardinal Polignac und dem Marquis von Pompadour verfaßten Manifeſt, einen Aufſtand in Frankreich zu bewirken.
Dieſe verſchiedenen Papiere waren direct an Phi⸗ lipp den Fünften adreſſirt.. Eine kleine hinzu⸗


