Teil eines Werkes 
3. Theil (1847)
Entstehung
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Der Chevalier von Harmental. 27

mir ſtets vor Augen; immer noch höre ich wie dieſer große König beim Scheiden zu mir ſprach: Es giebt jetzt keine Phrenäen mehr! Ew. Majeſtät ſind der einzige Abkömmling meines älteſten Bruders, deſſen Verluſt ich alle Tage ſchmerzlich beklage. Gott hat Sie zur Thronfolge jenes Reichs berufen, deſſen Ruhm und Intereſſe mir bis zu meiner Todesſtunde theuer ſein wer⸗ den. Kurz, Sie leben im Innerſten meines Herzens und ich werde niemals vergeſſen, was ich Ewr. Majeſtät, mei⸗ nem Vaterlande und dem Andenken meines Ahnherrn ſchuldig bin.

Meine theuern Spanier, welche mich zärtlich lieben und die meine Liebe gegen ſie kennen, ſind keineswegs eiferſüchtig auf die Gefühle, die ich rückſichtlich Eurer Majeſtät ausſpreche, ſondern fühlen, daß unſre Einigkeit die Baſis der öffentlichen Ruhe iſt. Ich ſchmeichle mir daß mein perſönliches Intereſſe noch immer einer Nation werth iſt, die mich in ihrem Schoße aufwachſen ſah und ſtets einem Monarchen anhangen wird, welcher eine Ehre darein ſetzt ihr Verpflichtungen ſchuldig und in ihrer Mitte geboren zu ſein.

Wit welchen Augen können alſo Ihre getreuen Unter⸗ thanen einen Tractat betrachten, der gegen mich, alſo