Teil eines Werkes 
2. Theil (1847)
Entstehung
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1¹2 Der Chevalier von Harmental.

de Chartres, geſtern unter dem Vorwande, in der Ab⸗ tei de Chelles ihre Andacht zu verrichten, ſich dorthin begeben, ſtatt aber wieder zurückzukehren, an ihre Mutter und an ihn einen Brief geſandt habe, welcher die Kunde enthielte, daß ſie dort bleiben und den Schleier nehmen wolle. Ein mächtiger Eindruck, den die Schönheit des Tenorſängers Cauchereau in der Oper plötzlich auf ſie hervorgebracht habe und in den ſie bis über die Oh⸗ ren verliebt ſei, habe(ſo verſicherte die Herzogin) dieſen Entſchluß bei ihr herbeigeführt.

Der Regent nahm, wie man leicht denken kann, auch dieſe Sache auf die leichte Achſel, verſprach indeſſen ſei⸗ ner Mutter, ſich noch an dem nämlichen Tage ſelbſt nach der Abtei zu begeben. Dann geleitete er die Herzogin ſehr ehrerbietig bis an die Thüre ſeines Gemachs und trat wieder zu ſeiner Staffelei.

Im Vorzimmer begegnete Madame einem kleinen Manne in großen Reiſeſtiefeln, das Haupt mit einer Pelzmütze bedeckt und den Körper in einen weiten Man⸗ tel gehüllt. Als er die Herzogin erblickte, ſteckte er aus demſelben ein Fuchsgeſicht mit ſpitzer Naſe hervor.

Ha, Sie ſind's, Abbé! rief die Mutter des Regenten.

Zu Befehl, Ew. Hoheit, ich komme nachdem ich Frankreich gerettet habe!