I. Das rothe Band.
Was den Geiſt des Chevaliers von Harmental vorzugsweiſe beſchäftigte, war, wie man ſieht, keineswegs die Entwickelung des Drama's, in dem er eine ſo bedeu⸗ tende Rolle übernommen hatte. Auch dachte er nicht mehr an die pomphafte Redweiſe der Madame Denis, noch an die falſchen Töne Emiliens, noch an Athe⸗ nais' ſchnarrende Altſtimme, noch an die Eulenſpiegel⸗ ſtreiche des jungen Bonifaz, ſondern einzig und allein an die arme Bathilde, deren guter Name ſo eben bei ſeiner Wirthin hatte in Frage geſtellt werden ſollen. Unſte geneigten Leſer würden ſich indeſſen ſehr täu⸗ ſchen, wenn ſie glauben ſollten, daß die furchtbare An⸗ klage des Herrn Bonifaz beim Chevalier auch nur im geringſten die ihm ſelbſt noch unerklärlichen Gefühle für das junge Mädchen hätte ſchwächen können, die bereits


