Teil eines Werkes 
2. Theil (1847)
Entstehung
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Der Chevalier von Harmental. 15

ſich die beiden Schweſtern doch ſchon ſo geputzt, als ob ſie ſich auf einen Vall hätten begeben wollen; ſie trugen am Halſe, an den Armen und in den Ohren alles was ſie an Schmuck beſaßen.

Ihre Erſcheinung, welche ſo ganz und gar der Idee entſprach, die Harmental ſich im voraus von den Löchtern ſeiner Wirthin gemacht hatte, war für ihn eine neue Quelle von Betrachtungen. Dieſe Mädchen waren ganz was ſie ſein mußten, d. h. in vollkommener Har⸗ monie mit ihrem Stande und ihrer Erziehung.Warum alſo, fragte ſich der Chevalier,warum iſt aber Ba⸗ thilde, welche von niedrigerem Herkommen als ſie zu ſein ſcheint, in aller Art ſo ausgezeichnet? Woher kommt zwiſchen jungen Mädchen aus einer und derſelben Claſſe und von denſelben Alter dieſer ungeheure phyſiſche und moraliſche Unterſchied? Es muß hier ein Geheim⸗ niß obwalten, welches ſich hoffentlich früh oder ſpät auf⸗ klären wird!

Eine zweite Aufforderung durch den Fuß des Abbé Brigaud erinnerte den Chevalier daran, daß ſeine Be⸗ trachtungen immerhin ganz richtig ſein konnten, daß er denſelben aber zu einer ſehr unpaſſenden Stunde nach⸗ hing; Madame Denis hatte nämlich in der That ein ſo auffallend pikirtes Weſen angenommen, daß Har⸗