Teil eines Werkes 
2. Theil (1847)
Entstehung
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6 Der Chevalier von Harmental.

der Mädchen, wenn ſie ihnen auch verboten hatte ſich zu zeigen, ihnen wenigſtens nicht unterſagt hatte ſich hören zu laſſen. Kaum hatten die drei Tiſchgenoſſen an der kleinen runden Tafel Platz genommen, auf welcher das echte Frühſtück einer Frömmlerin ſich den Blicken in vie⸗ len kleinen leckern Schüſſeln appetitlich darbot, als auch im Nebenzimmer die Töne eines Spinetts zu erklingen begannen, von einer Stimme begleitet, die zwar umfang⸗ reich ſchien, aber ſo viele muſikaliſche Böcke ſchoß, daß man leicht erkennen konnte, ſie gehöre einer Anfängerin an. Bei den erſten Tönen legte Madame Denis ihre Hand auf den Arm des Abbé.Hören Sie wohl, ſprach ſie mit einem wohlgefälligen Lächeln,das iſt un⸗ ſere Athenais welche Clavier ſpielt, und unſre Emi⸗ lie welche ſingt.

Der Abbé Brigaud bezeichnete durch ein freund⸗ liches Kopfnicken, daß er wiſſe wer die Muſieirenden wären, und trat dabei den Chevalier auf den Fuß, um ihm zu verſtehen zu geben, daß jetzt der Augenblick ge⸗

kommen ſei ein Compliment zu machen. Madame, ſprach ſogleich der Chevalier, welcher die

Aufforderung an ſeine Höflichkeit vollkommen begriff, wit ſind Ihnen doppelten Dank ſchuldig, denn Sie