— 26—
„Und kann ich nicht den Grund dieſer Wei⸗
gerung erfahren?“ „Der Grund iſt ganz einfach. Ich glaube an
meine Kunſt und will Niemanden betruͤgen“
„Sie glauben alſo, daß Ihre Propheeiden
eintreffen?“
„Ich weiß es gewiß.“
„Aber wenn Sie im Beſitz einer ſolchen Kunſt ſind, warum benutzen Sie ſie nicht, um Ihr Gluͤck zu machen, anſtatt mit wilden Thieren zu ſpielen?“
„Weil das Publikum nur Das glaubt und bezahlt, was es ſieht, und weil ich vergebens eine wunderbare Naturgabe in Ausuͤbung bringen wuͤrde, die ich vielleicht in dieſem Augenblicke allein beſitze.“
„Dieſe Naturgabe mag nun wahr ſein oder nicht,“ erwiderte Heinrich;„ſie kann mir nützen und deshalb komme ich zu Ihnen. Geſtern iſt ſchon eine junge Dame bei Ihnen geweſen?“ 7
„Dies iſt wahr.“
„Kannten Sie ſie*“ „Nein. 5 „Demohngeachtet haben Si ihr ihre Vergan⸗
heit geſagt.“


