Valgenceuſe keine zwanzig Morgen Grundflaͤche. Valgenceuſe hat ſeine Ruinen, ſo gut wie ein Schloß des Mittelalters, und doch exiſtirt es noch keine funfzig Jahre.
Wer iſt der Einſiedler, der Kunſtfreund, der Verliebte, der dieſes Schloß hat erbauen laſſen? Alles was ich weiß, iſt, daß es jetzt der Marquiſe von G' gehoͤrt, welche hier mit ſolcher Grazie die Honneurs macht, daß man den fruͤheren Beſitzer vollſtaͤndig vergeſſen hat. Niemand erinnert ſich ſeiner, mich allein vielleicht ausgenommen. Ich benutze daher dieſen Vorzug, den ich vor Anderen habe, um zu erzahlen, was ſich im Monat Mai 1838 hier ereignete.
Es war zehn Uhr Abends.
In dem großen Speiſeſaale des Erdgeſchoſſes waren Bediente in Staatslivree mit dem Abraͤu⸗ men einer elegant ſervirten Tafel beſchaͤftigt, auf welcher das ſchoͤnſte Obſt der Jahreszeit prangte und die von zwei Kandelabern, jeder mit acht bis zehn Lichtern, erleuchtet wurde.
Die Gäͤſte waren in den Garten gegangen, um die letzten Strahlen des Tages zu benutzen


