läͤcherlichen Vorurtheile ihrer Mitburger wenig kum⸗ merten und hier ungefäͤhr eben ſo lebten, wie ſie anderwärts gelebt haben wuͤrden, nur daß ſie ein wenig mehr Langeweile hatten. Sobald ſich aber eine Gelegenheit zu Zerſtreuungen darbietet, fallen dieſe Leute in ihrem Heißhunger nach Vergnuͤgun⸗ gen zuerſt daruͤber her und verſchlingen ſie bis auf den letzten Biſſen.
Die Wettrennen von Chantilly, welches zwei Lieues von Senlis entfernt liegt, ſind die wichtig⸗ ſten Unterhaltungen, welche der Fruͤhling und der Herbſt der Unterpraͤfecturſtadt bringen. Auch ſieht man an den Tagen der Wettrennen vom fruͤhen Morgen an auf der Straße nach Croil nichts als Woagen aller Gattungen und Wanderer aller Art, theils zu Fuß, theils zu Pferde. Von Zeit zu Zeit fliegt eine Kaleſche, von zwei ſchoͤnen Roſſen gezo⸗ gen, voruͤber, der die neidiſchen Blicke aller der Maͤnner und Frauen folgen, die ſie hinter ſich zu⸗ ruͤckläßt. Das Demuͤthigendſte fuͤr dieſe ungluͤck⸗ liche Stadt aber iſt die wunderſchöne Umgebung derſelben. Außer Chantilly liegen in der Naͤhe Ermenonville, Mortefontaine, Pontarmé mit ſchö⸗


