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er zog mich an ſich, und ich war gerettet. Was meine Flinte betrifft, an der mir viel lag, weil ſie ſehr weit ſchoß und ich nicht reich genug war, um ſie durch eine andere zu erſetzen, ſo brauchte ich nur die Beine an einander zu ſchließen, und ſie war mit mir ge⸗ rettet.
Setzen wir unſere Wanderung fortk. Wir gehen nun von Weſten nach Norden. Dort, jene Ruine, von der ſich ein Bruchſtück dem Thurme von Vincennes ähn⸗ lich erhebt, iſt der Thurm von Vez, der einzige Ueber⸗ reſt von einem längſt niedergeriſſenen fendalen Herren⸗ hanſe. Dieſer Thurm iſt das Granitgeſpenſt vergange⸗ ner Zeiten; er gehört meinem Freunde Paillet. Du erinnerſt Dich dieſes nachſichtigen Oberſchreibers, der jagend mit mir von Crépy nach Paris kam, und deſſen Pferd, wenn wir einen Feldhüter erblickten, die Güte hatte, einen von den Jägern, ſeine Flinte, ſeine Haſen, ſeine Feldhühner, ſeine Wachteln mitzunehmen, wäh⸗ rend der andere Jäger, ein harmloſer Touriſt, mit den Händen in den Taſchen, die Landſchaft bewundernd und Botanik ſtudirend ſpazieren ging.
Dieſes kleine Schloß iſt das Schloß der Foſſss; hier erwachten meine erſten Empfindungen; von hier datiren ſich meine erſten Erinnerungen. Bei den Foſſés ſah ich meinen Vater aus dem Waſſer hervorkommen, aus dem er mit Hülfe von Hippolyt, dieſem verſtändi⸗ gen Neger, drei junge Lente, welche dem Ertrinken nahe waren, gezogen hatte. Der Eine von den Dreien, der, welchen mein Vater gerettet hatte, hieß Dupuy; dies iſt der einzige Name, deſſen ich mich erinnere; Hippolyt, ein vortrefflicher Schwimmer, hatte die zwei Andern gerettet.
Hier wohnten beiſammen Moquet, der vom Alp gedrückte Feldhüter, der eine Falle auf ſeine Bruſt ſtellte, um die Mutter Durand zu fangen, und
Pierre der Gärtner, der mit ſeinem Spaten Nattern. entzwei ſchnitt, aus deren Banche lebendige Fröſc—


