Druckschrift 
Catherine Blum / von Alexander Dumas. Aus d. Franz. von August Zoller
Entstehung
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Du ſagteſt geſtern zu mir, mein Kind:

Lieber Vater, Du machſt nicht genug Bücher wie Conſcience.

Worauf ich Dir erwiederte:

Befiehl, Du weißt, daß ich Alles mache, was Du willſt. Erkläre mir, was für ein Buch Du zu haben wünſchſt und Du wirſt es haben.

Da ſprachſt Du:

Nnn denn! ich möchte gern eine von jenen Ge⸗ ſchichten aus Deiner Jugend haben, eines von jenen der Welt unbekannten Dramen, die im Schatten der großen Bäume jenes ſchönen Waldes ſpielen, deſſen ge⸗ heimnißvolle Tiefen Dich zum Träumer gemacht ha⸗ ben, deſſen melancholiſches Gemurmel Dich zum Dichter gemacht hat, eines von jenen Ereigniſſen, die Du uns zuweilen in der Familie erzählſt, um von den langen romantiſchen Epopöen, die Du ſchaffſt, auszuruhen, Ereigniſſe, welche Deiner Anſicht nach zu ſchreiben nicht der Mühe werth iſt. Ich, ich liebe Deine Heimath, die ich nicht kenne, wohl aber von fern durch die Er⸗ innerungen geſehen habe, wie man eine Landſchaft durch einen Traum ſieht.

Ah! und ich auch, ich liebe ſie, meine gute Hei⸗ math mein liebes Dorfl denn es es iſt nichts Anderes als ein Dorf, obgleich der Ort ſich Stadt betitelt; ich liebe ſie, um damit, nicht Euch, meine Freunde,