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»Herr d’Artagnan, wer sagt Ench, der König habe keine Marine?««
»Oh! ich habe mich nicht mit diesen Einzelheiten befchäftigt,«« erwiederte der Kavitän.»Ich bin ein mittelmäßiger Sees-kann Wie alle nervigen Leute, hasse ich das Meer; doch ich denke, daß man mit Schiffen, da Frankreich ein zweihundertköpsiger Hafen ist, See- leute hätte.««
Colbert zog aus seiner Tasche eine kleine längliche Schreibtafel in zwei Colonnen. Auf der ersten waren die Namen der Schiffe, auf der zweiten die Ziffern, welche die Zahl der Kanonen und der Mannschaft zu- sammenfaßteit, die diese Schiffe equipirten.
»Ich habe denselben Gedanken gehabt wie Jhr,« sagte er zu d’Artagnan-»und ich ließ mir ein Verzeich- niß der Kriegsschiffe machen, die wir addirthaben. Fünf und dreißig Schiffe.««
»Fünf und dreißig Schiffel Das ist unmöglich1-« rief d’Artagnan.
,,Ungefähr zwei tausend Kanonen ,« fuhr Colbett fort.»Das ist es, was der König in diesem Angen- blick besitzt. Mit fünf und dreißig Schiffen macht man drei Geschwader3 aber ich will fimf haben.««
,,Fünf1«« rief Aramis.
»Sie werden vor dem Eitde des Jahres floit sein, meine Herren; der König wird fünfzig Linienfchiffe ha- ben. Damit streitet man. nicht wahr?-
»Kriegsschisfe machen ist schwierig, doch es ist möglich,«« sagte d’Artagnan.»Aber wie sie ausrüsten? Jn Frankreich gibt es weder Gießereien, noch militäri- fche Werften.-«
,,Bah1« erwiedekte Colbert mit freudiger Miene, ,,feit anderthalb Jahren habe ich dies Alles eingerich- tet. Jhr wißt das also nicht?... Kennt Jhr Herrn d’Jnfreville?-«
,,D’Jnfreville?'« antwortete d’Artagnan;.,nein.« »Das ist ein Mann, den ich entdeckt habe. Erbe-


