Teil eines Werkes 
37.-41. Bändchen (1850)
Entstehung
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Die junge Frau erhob sich und erwiederte mit einer feiertichen Stimme:

»Ihr werdet eines Tags bereuen, daß Jbr mich so schlecht beurtbeilt. An dieseni Tage, mein Herr, will ich Gott bitten, er möge vergessen, daß Jhr ungerecht gegen mich geweieii. Ueberdies werde ich so sehr leiden, daß Jhr zuerst mein Leiden beklagen wer- det. Dieses Glück, Herr d’Artagnan, werft es mir nicht vor: es kommt mich theuer zu stehe11, und ich habe nicht meine ganze Schuld bezahlt.««

Nach diesen Worten kniete sie abermals sanft nnd liebevoll nieder und sprach:

,,,Zuin letzten Mal bitte ich Dich um Verzeihung- mein Bräutigam Raoul. Jch habe unsere Kette ge- brochen; wir sind Beide bestimmt, aus Schmerz zu sterben. Du gehst zuerst Voiihinne11; sei unbesorgt, ich werde Dir folgen. Sieh nur, daß ich nicht feig gewesen und daß ich gekommen bin, um Dir dieses letzte Gebab’dichwohl zu sagen. Der Herr ist mein Zeuge, Raoul, hatte es mzin Leben gekostet, das Dei- nige zu erkaufen, ich würde mein Leben ohne Zögern hingegeben haben. Jch konnte meine Liebe nicht geben. Noch einmal, verzeih’i«

Sie pflückte einen Zweig und steckte ihn in die Erde; dann trocknete sie ihre von Thränen befenchteten Augen, grüßte d’Artagnan und verschwand.

« Der Kapiteln sah Pferde, Reiter und Wagen ab- gehen; dann kreuzte er die Arme über seiner ange- schwollenen Brust und sprach:

«Wann wird die Reihe, abzugeben, an mir sein? Was bleibt dein Menscheir nach der Jugend, nach der Liebe, nach denr Ruhm, nach der Freundschaft, nach der Stärke, nach dein Neichtbum?... Der"Fels, unter dem Portbos ruht, der Alles gehabt hat, was ich ge- nannt; dieses Moos, unter dem Athos und Raoul ruhen, welche noch viel mehr besaßenl««-.-"