Teil eines Werkes 
37.-41. Bändchen (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

320

den Saal, wo wan nach dem Gebrauche der Provinz den Leichnam, ehe man ihii für immer bestattete, in Parade hatte aufstellen müssen.

D’Artagiian war betroffen, als er zwei offene Särge in dieseni Saale sah; auf die stumme Einladung von Grtmaud trat er hinzu und sah in einem dersel- ben- Athos, schön bis in den Tod, und im andern Raoul, die Augen geschlossen, die Wangett geperlnmt- tert wie die der Pallas von Virgil- und das Lächeln auf feinen violetten Lippen.

Er schauerte, als er den Vater und den Sohn sah. Diese zwei entfloheuen Seelen, auf der Erde ver- treten durch zwei diistere Leichname, welche unfähig- sich einander zu nähern,.so-klei11 der Raunr war, der sie trennte.-

»Raoul hier« murmelte er.»Oh! Grimaud, das sagtest Du mir nicht!««

Grimaud schüttelte den Kopf und antwortete nichts, aber er nahm d’Artagnan bei der Hand, führte ihn zu dem Sarg und zeigte ihm unter dem zarten Schweiß- tuch die schwarzen Wunden, durch ·welche das Leben entstehen sein mußte.

Der Kapitän wandte den Blick ab, und indem er es für unnittz hielt, Grimaud zu befragen, der nicht antworten würde, erinnerte er sich, daß der Secretär dort Herrn von Beanfort mehr geschrieben, als er, d’Artagnan, zu lesen den Muth gehabt hatte.

Er nahm den Bericht über das Treffen, welches Naoul das Leben gekostet hatte- wieder auf und fand folgende Worte, die den letzten Paragraph des Brie- fes bildeten:

»Der Herr Herzog hat befohlen, den Leichnam des Herrn Vicomte einzubalsamiren, wie dies bei den Arabern gebräuchlich ist, wenn sie wollen, daß ihre Leiber in ihr Gedurtsland gebracht werde11, und der Herr Herzog hat Relais bestimmt, daß ein vertrauter