Teil eines Werkes 
2. Abt., 1. Bd. (1863)
Entstehung
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zu können, der während der Nacht in das Haus gekommen und an ſeiner Thür gehorcht hatte. Es war in der That ein Mann, welcher diesmal, ohne ſtehen zu bleiben, vor der Thür Valjean's vorüberging. Es war noch zu dunkel auf dem Gange, um ſein Geſicht erkennen zu können. Als aber der Menſch zu der Treppe kam, hob ein Strahl von draußen ſeine Umriſſe hervor und Jean Valjean ſah deutlich ſeine Geſtalt. Der Menſch war groß, mit einem langen Ueberrock bekleidet und trug einen großen Rock unter dem Arme. Es war die entſetzliche Geſtalt Javerts!

Jean Valjean hätte es verſuchen können, ihm durch ſein Fenſter nach dem Boulevard mit den Augen zu folgen, allein er hätte dazu dies Fenſter öffnen müſſen und das wagte er nicht.

Offenbar war dieſer Menſch mit einem Schlüſſel herein⸗ gekommen, als ob er hier zu Hauſe wäre. Wer hatte ihm dieſen Schlüſſel gegeben und was bedeutet das?

Um ſieben Uhr Morgens, als die Alte kam, die Wirth⸗ ſchaft zu beſorgen, richtete Jean Valjean einen durchdrin⸗ genden Blick auf ſie, aber er befragte ſie nicht. Die gute Frau benahm ſich wie gewöhnlich.

Während ſie ausfegte, ſagte ſie:

Der Herr hat vielleicht Jemand gehört, der die Nacht eingetreten iſt?

Zu dieſer Zeit und auf dieſem Boulevard war acht Uhr Abends die finſterſte Nacht.

Ja, das iſt wahr, erwiderte er mit dem natürlichſten Tone.Wer war es denn!

Es war ein neuer Miether, der in dem Hauſe wohnt. ſagte die Alte.

Und wie heißt er?

Ich weiß es nicht recht. Dumont oder Daumont, ſo

ein Name.

Und was iſt dieſer Herr Dumont?