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engliſche Cavalleriebrigade gedient, wahrſcheinlich für die Brigade Vivian, welche bei dem Dorfe Ohaiu auf dem äußerſten linken Flügel ihre Poſition nehmen ſollte. Um 5 Uhr meldeten ihm zwei belgiſche Deſerteure, daß ſie ihr Regiment verlaſſen hätten und daß die engliſche Armee die Schlacht erwartete.—„Deſto beſſer!“ rief Napoleon. „Ich will ſie noch lieber vernichten als zurück⸗ werfen.“
Am Morgen war er an der Ecke des Weges von Plancenoit vom Pferde in den Koth geſtiegen, hatte ſich aus dem Pachthofe von Roſſomme einen Küchentiſch und einen Holzſtuhl bringen laſſen, hatte ſich, mit einem Bund Stroh als Teppich, geſetzt und auf dem Tiſche die Karte des Schlachtfeldes ausgebreitet, indem er zu Soult ſagte: „Ein hübſches Schachbrett!“
In Folge des Regens der Nacht hatten die Lebens⸗ mittel, die auf den aufgeweichten Straßen verſanken, nicht eintreffen können. Die Soldaten hatten nicht geſchlafen, waren durchnäßt und nüchtern. Das hielt jedoch Napoleon nicht ab, Ney nun aber zuzurufen:„Wir haben neun⸗ zig Ausſichten von hundert.“ Um 8 Uhr hatte man das Frühſtück des Kaiſers gebracht. Er ladete mehrere Generale dazu ein. Während des Frühſtücks erzählte man, daß Wellington am zweiten Abend zuvor in Brüſſel auf dem Ball geweſen ſei, bei der Herzogin von Somerſet, und Soult, ein rauher Kriegsmann mit dem Geſicht eines Erz⸗ biſchofs, ſagte:„Der Ball iſt heute.“
Der Kaiſer ſcherzte mit Ney, welcher äußerte: Wel⸗ lington wird nicht ſo einfältig ſein, Ew. Maje⸗ ſtät abzuwarten! Das war übrigens ſeine Art ſo. Er ſcherzte gern, ſagt Fleury von Chaboulon. Die Grund⸗ lage ſeines Charakters war eine heitere Laune, ſagt Gourgaud. Er floß in Scherzen über, die eher verſchroben als geiſtreich waren, ſagte Benjamin


