Teil eines Werkes 
2. Abt., 1. Bd. (1863)
Entstehung
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Schlacht ſich in zahlloſe einzelne Kämpfe zerſplittert, von denen Napoleon ſelbſt ſagte, daß ſie mehr der Biographie der Regimenter als der Geſchichte der Armee angehören.

Der Geſchichtsſchreiber hat in dieſem Falle das augen⸗ ſcheinliche Recht der allgemeinen Ueberſicht, und kein Er⸗ zähler, ſo gewiſſenhaft er auch ſei, kann genau die Geſtalten der entſetzlichen Wolke, die man eine Schlacht nennt, be⸗ ſtimmen.

Dies iſt die Wahrheit für alle großen Kämpfe der Armeen und ganz beſonders auf Waterloo anwendbar.

Indeß nahm im Laufe des Nachmittags zu einem ge⸗ wiſſen Augenblick die Schlacht eine beſtimmte Geſtalt an.

VI. Vier Uhr Nachmittags.

Gegen vier Uhr war die Lage der engliſchen Armee ſehr mißlich. Der Prinz von Oranien kommandirte das Centrum, Hill den rechten Flügel, Picton den linken. Der Prinz von Oranien, der im höchſten Grade aufgeregt und unerſchrocken war, rief den Holland⸗Belgiern zu:Naſ⸗ ſauer! Braunſchweiger! niemals zurück! Hill, der geſchwächt war, ſtützte ſich auf Wellington. Picton war todt. In demſelben Augenblicke, an welchem die Engländer die Fahne des 105. Linienregiments nahmen, hatten die Fran⸗ zoſen den General Picton durch einen Schuß in den Kopf getödtet. Die Schlacht hatte für Wellington zwei Stütz⸗