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ich auswandern, wenn ich nicht in endloſes Verhör und Gefängniß gehen wollte, ohne Nutz und Zweck. Ich bin nach Bologna gezogen und habe für mich gelebt, meine Proceſſe geführt, und wenig Menſchen geſehen, am wenigſten Weiber; denn von dem tollen Burſchen, dem du vor ſieben Jahren das Herz ſchwer machteſt, iſt nichts mehr an mir geblieben, als daß mir noch immer der Kopf, oder wenn du lieber willſt, das Herz ſpringen will, wenn ich irgend was nicht bezwingen kann, freilich heut zu Tage
andere Dinge, als den Riegel an der Kammerthür
eines ſchönen Mädchens.— Du haſt vielleicht gehört, daß es auch in Bologna in der letzten Zeit unruhig geworden iſt. Man hat angeſehene Männer verhaftet, darunter einen, deſſen Wege und Stege ich ſeit Langem kenne, und weiß, daß ſeine Seele dieſen Dingen ſehr fern war. Denn eine ſchlechte Regie⸗ rung beſſern ſie damit ſo wenig, als wenn eine Krankheit unter Euern Schafen iſt und Ihr ſchicktet den Wolf in den Stall. Aber was ſoll das hier? Genug, mein Freund bat mich, ſein Advocat zu ſein und ich verhalf ihm zur Freiheit. Es war das kaum bekannt worden, als mich eines Tages ein elender


