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Enguerrand von Lamalgue : der letzte Troubadour der Provence / von George Hesekiel
Entstehung
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wurde jeden Augenblick erwartet, und der Baron hatte ſich zu ihm geſetzt.

Ich muß Dir einen Brief dictiren, ſagte erbitte, ſchreibe ihn ſo ſchnell als möglich, und ſende ihn ſchleunigſt auf die Poſt.

Der Baron machte ſich bereit.

Ich darf Dich nicht mehr in der früheren Weiſe anreden begann Heinrich zu dictirenich würde nicht einmal mehr wagen, an Dich zu ſchreiben er athmete ſchwer aufaber ich liege hier dem Tode nahe, fern der Hei math, fern den Eltern, fern aller Verſöhnung. Ich kann nicht eher ſterben, ehe ich Dich noch einmal geſehen, ehe ich weiß, daß Du mir verziehen haſt. Ich warte auf Dich, Gott ſei mir verlorenen Menſchen gnädig, er lenke Dein Herz. Ein gewaltſames Schluchzen unterbrach ſeine Stimme. Er konnte nicht mehr. Der Baron vollendete den Brief, indem er ihr die ſchwere Verwundung ſeines Freundes mittheilte.Wo wohnt ſie? fragte er dann tief er⸗ griffen, den Freund.Bei meinen Eltern, aber ſchreib auch an meine Eltern. Sie ſollten kommen, wenn ſie mich noch ihren Sohn nennen. Und er nannte ihm Namen und Wohnort der Eltern. Der Baron vollendete ſchnell auch die⸗ ſen zweiten Brief und ſendete das Schreiben dann auf die Poſt zur expreſſen Beförderung. 1

Jetzt kam der Arzt.Die Wunde iſt zum Tode ſagte er.Der Kranke hat nur noch wenige Tage zu leben.

Doch gab er einen neuen und bequemeren Verband und lin⸗

dernde Umſchläge.

Haſt Du noch einen Wunſch? fragte ſanft der Baron, als der Arzt dieſe erſchütternde Mittheilung gemacht hatte, ohne daß Heinrich dadurch erſchreckt war.