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Enguerrand von Lamalgue : der letzte Troubadour der Provence / von George Hesekiel
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was Anderes; ihn wagte man nicht aufzuhalten auf dem Wege zu ſeiner Dame, ſo hoch war ſein Ruhm im cönen Lande der Provence.

Als unſer Held durch das Gebüſch der Eomreſſen ritt, das die Wieſe einhegte, vernahm er den melodiſchen Geſang der badenden Jungfrauen, kaum aber, daß er auf dem mondbeſtrahlten grünen Plane ſichtbar wurde, unter⸗ brach ein zorniger Schreckensruf den Geſang und wie vom Geier geſcheuchte Tauben flohen die nackten Jungfrauen.

Da klang aus den Cypreſſenbüſchen eine ſtarke Stimme

und rief:Fürchtet Euch nicht, lieben Töchter, Meſſire Enguerrand iſt's, er reitet auf Montcorbeil zu ſeiner Dame!

Da verſtummte, wie durch Zauberbann geſchloſſen, der Mund der Mädchen, neugierig ſahen ſie mit ih ren flammenden Augen dem haſtigen Reiter nach und als erſt Eine ſich ein Herz faßte und laut rief:Glück auf den Weg zu Eurer feinen Dame, Herr Enguerrand, da riefen ſie Alle fröhlich:Glück auf den Weg, Herr Enguerrand von Lamalgue.

Habt Dank, Ihr Jungfrauen, für Euren ſchönen Wunſch! antwortete der Edelmann und verſchwand unter den Sycomoren, die drüben die Wieſe begrenzten

Und er ritt die ganze Nacht hindurch thauigen Pfad, immer aufwärts den Bergen zu, die Sonne ging auf, aber Roß und Reiter hatten keine Raſt und jauchzte der Ritter mit den Vögeln um die Wette ſein luſtig Lied in den Morgen hinein, ſo wieherte hell ſein edles Roß dazu, an deſſen glatter Haut trotz des gewal⸗ tigen Rittes noch kein Härlein naß war.

In dem Kirchlein drunten im tiefen Thal läuteten