12.
Pater Antonius von Sankt Liguori war in dem Hauſe der Geſellſchaft Jeſu in Rom nicht mehr anzutreffen. Nach der Thronbeſteigung des Pabſtes Pio Nono hatte er eine hohe Funktion erhalten, hieß Monſignore, und bewohnte einen der glän⸗ zenden Palläſte, woran die ewige Stadt ſo reich iſt. Dieſer Pallaſt war mit einer Pracht, die den Günſtling eines mächtigen Herrn und den Liebling eines unermeßlich reichen Ordens verrieth, ausge⸗ ſtattet, während der Geſchmack in der Auswahl und Anordnung der Verzierungen an den ehema⸗ ligen reichbegabten Künſtler erinnerte. In dieſem glänzenden Pallaſt, der raſch zu einem bedeuten⸗ den Ruf gekommen, gab es einen kleinen Salon, der nicht minder von ſich reden machte, und zwar darum, weil er gegen die andern Einrichtungen des Pallaſtes grell abſtach.
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