Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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wußte, daß ſeine Untergebenen ihm lieber aus dem Wege gingen als ſich ſeinem Blick aufdrangen. Ephraim wurde vorgelaſſen.

Beim Eintritt in das Arbeitszimmer des Haupt⸗ manns, wurde Ephraim von der freudigſten Ueber⸗ raſchung ergriffen, die ihn in dieſem Augenblicke treffen konnte. Sein erſter Blick fiel auf ein weib⸗ liches Portrait, das in einem koſtbaren Rahmen dem Eingang gegenüber an der Wand hing, und aus dieſem Portrait lächelte Evelinens reizendes Engelsgeſicht, wie in den heiterſten Stunden ihres Lebens. Das war offenbar das Portrait, welches der von der erſten Ahnung der Liebe und von noch ungetrübtem Glück begeiſterte Künſtler in der Villa bei Wien gemalt hatte. Bei dieſem Anblick hob ſich die bisher von ängſtlicher Span— nung beklommene Bruſt des Jünglings; er vergaß den Soldaten und den Hauptmann, er war in die romantiſche Region des Manuſcripts entführt, das er hundertmal geleſen, und ein Ausruf tief⸗ innigen, faſt zu ſchweren Glückes entrang ſich der ſo lange von vielfacher Qual durchtobten Bruſt.

Der Hauptmann wußte nicht was er von dem ſo ſeltſam erregten Soldaten denken ſollte, er hielt