Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

16

kann beſiegt werden, ich ſelbſt aber werde niemals compromittirt ſein, und unter neuen Verhältniſſen werde ich neue Wege einſchlagen.“

Der Mönch hatte bis jetzt mehr vor ſich hin als zu Ephraim geſprochen, wie Jemand der das Bedürfniß fühlt eine ſchwere Laſt von der Bruſt abzuwälzen. Erſt als er ſeine Mittheilung been⸗ digt hatte, wandte er ſein Auge wieder auf den Jüngling, um den Eindruck zu prüfen den ſeine Enthüllung ausgeübt.

Ephraims Angeſicht war von Todtenbläſſe über⸗ deckt, ſeine Züge verriethen einen heftigen innern Kampf, und ſein Auge haftete am Boden, als wäre es ihm in dieſem Augenblick unmöglich den Mann zu betrachten, der ſich ſo plötzlich in einen Dämon verwandelt hatte. Der Mönch erſchrak bei dieſem Anblick, er fürchtete die Freundſchaft dieſes reinen Gemüthes verloren zu haben. Doch ein Blick auf das verſchleierte Bild gab ihm alle ſeine Feſtig— keit wieder, und ſo ſehr ſein Herz bei dem Ge⸗ danken blutete, daß diefer Jüngling, der ihm ſo theuer geworden ſich von ihm trennen könnte, ſo war er doch feſt entſchloſſen auch dieſes Opfer zu bringen, um ſeinen furchbaren Weltgang unge⸗