Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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Prüfung und innere Offenbarung aus den Nebeln des Glaubens zur lichtvollen Erkenntniß allmälig erhoben. Aber der herbe Unmuth über die beſte⸗ henden Welteinrichtungen und ein aufwallendes Gefühl der Ungeduld, ſich in einen Kampf mit den Mächtigen in der Geſellſchaft zu ſtürzen, welches zuweilen durch die mühſam errungene Ruhe des Mönchs wie halbgeloöſchte Flammen durchbrach, leitete Ephraim im Verlaufe ihres Zuſammen⸗ lebens auf eine andre Anſicht über das frühere Leben des Mönchs. In dieſen Flammen erkannte Ephraim die düſtre Gluth eines unerbittlichen, un verſöhnlichen Haſſes. Ephraims eigenes Herz war noch nicht von dieſer verzehrenden Leidenſchaft er⸗ griffen worden; ſo grauſam er auch litt unter den blutigen Bildern der Geſchichte, ſo lebhaft er auch wünſchte Kampf und Gefahr mit der gegen die Feſſeln ringenden Menſchheit zu theilen; die wilde Luſt an der Zerſtörung war ihm fremd geblieben. Er ſah auf beiden Seiten der Kampfſtellung das geliebte Menſchenantlitz, im Feinde beklagte er auch das Opfer des Wahns und einer verirrten Selbſt⸗ ſucht. Oft hatte ihn ſeine Phantaſie in die Kämpfe mit geiſtigen und leiblichen Waffen geführt, die