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Linie wird bald gefunden ſein, wenn Recht und Pflicht keine andere Unterſtützung finden als die gemeinſame Erkenntniß von der Wechſelwirkung dieſer beiden Begriffe.“
Eine freudige Erinnerung leuchtete plötzlich in Ephraims Seele auf:„Verehrter Mann,“ rief er entzückt aus,„dieſe Lehre iſt nicht neu, ſie ſcheint mir bereits in einem Satze der vor zwei Tauſend Jahren ausgeſprochen worden, bündig zuſammen⸗ gefaßt. Ich habe dieſen Satz bisher nicht erklä— ren können. Ein Weiſer unter den Lehrern meiner Väter, ein blutarmer Mann, hinterließ unter ſei— nen hochgehaltenen Lehren den bisher räthſelhaften Ausſpruch:„Bin ich nicht für mich, wer iſt für mich— und bin ich für mich allein, was bin ich— und wenn nicht jetzt, wann ſonſt!“
„Herrlicher Ausſpruch,“ rief der Mönch,„ja darin liegt das Prinzip der Individualität und der Geſellſchaft! Wie konnte nur dieſer Juwel ſo lange unerkannt im Schutt der Lüge und des Un⸗ ſinns liegen. Du ſiehſt Ephraim, es hat zu allen Zeiten Menſchen gegeben, die mit unbefangenem Auge in die klare Quelle ihrer Seele hinabblickten,


