Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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erbaute er mit der Allmacht und im Namen eines ſurchtbaren Herrſchers, der durch Lohn und Strafe regierte. Dieſer geſtrenge Gott war kein anderer als er ſelbſt der große Mann, der egyptiſche Prinz und ZJögling der Pyramiden. In ſeinem Prieſterſtaat geſchah Alles nach Befehl und bün⸗ diger Vorſchrift, es durfte nichts hinzugethan, nichts hinweggenommen werden. Liebe und Haß, jede Herzensäußerung ſo wie die alltäglichſte Verrichtung war nach feſten Geſetzen geregelt. Der Geſetz⸗ geber wollte den Stoff an dem er arbeitete durch die Form beſeelen, wie man in verwilderten Men⸗ ſchen durch reinliche Kleidung und Wohnung, durch geſunde Nahrung, und durch andere Verfeinerun⸗ gen der Sinne beſſere Gefühle wach zu rufen ſucht. So hämmerte der außerordentliche Mann aus ſeinem verkommenen Sklavenvolk einen Rie⸗ ſenſarg, in welchem er nach dem Muſter der Py⸗ ramiden, für gereiftere Zeiten die Idee des ſich ſelbſt erkennenden Gottes im Menſchen hinterlegte.

Dieſe Zeit iſt mehre Jahrhundert nach Moſes gekommen; der Sarg zerfiel und der Geiſt iſt ſich offenbarend auferſtanden. Der Streit, ob der Jüngling aus Nazareth wirklich gelebt hat oder

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