Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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Ephraims Schüchternheit verſchwand vor den großen Fragen, die in ſeinem Geiſt angeregt wur⸗ den. Die tiefe Ehrfurcht vor dem Gott ſeiner Vä⸗ ter lebte zu mächtig in ihm, als daß ſein Glaube leicht erſchüttert werden konnte, obgleich das Ju⸗ denthum als Volksleben ihm ſchon zu enge ge worden. Aber auch den Mann, der mit ſo ern ſtem erhabenem Ausdruck vor ihm ſtand, konnte er nicht leicht aufgeben. Er glaubte, daß hier ein Mißverſtändniß obwalte, und ſuchte ſich Klarheit zu verſchaffen.Der Inhalt der Worte die ich vernommen, ſagte er mit einer faſt klagenden Stimme,hat mich nicht befremdet, ſo wie ich ſie verſtanden. Die heiligen Schriften meiner Reli⸗ gion ſprechen wiederholt von Gottesläugnern. Aber ſolche Menſchen werden dort als ſo ruchloſe Frev⸗ ler geſchildert, daß ich den Mann der vor mir ſteht, und der mir ſo verehrenswürdig erſcheint, nicht mit jenen Frevlern verwechſeln kann. Ee erzählte darauf dem Mönch die Geſchichte ſeines Forſcherlebens, die Kataſtrophe welche durch das deutſche Lehrbuch eingetreten, und die Zufälligkei⸗ ten die ihn in dieſe Zelle geführt.

Der Mönch hörte dieſe Erzählung mit großem