3.
Tiefe Stille herrſchte rings um das einſam ſte— hende Kloſter und im Innern deſſelben. Es war um die Zeit der Frühmeſſe, welche täglich dem Beginn des Unterrichtes voranging, und Lehrer und Schüler befanden ſich ſämmtlich in der Kirche, die mit der für die Schulen beſtimmten Abthei⸗ lung einen von der Kloſterpforte entfernten Flü⸗ gel des weitläufigen Gebäudes einnahm.
Als Ephraim in die langen dunklen Kreuzgänge eintrat, begegnete ihm überall die unerquickliche, ſchreckhafte Außenſeite des katholiſchen Mönchthums. In der ſchweren dumpfen Luft ſchien eine dunſtige Miſchung von Speiſe, Wein und Weihrauch zu modern; in den von Zeit und Staub geſchwärzten Wänden ſtaken die düſtern Zellenthüren wie Ein⸗ gänge zu der Unterwelt; die wenigen Fenſter in den Corridoren die auf den von Gebäuden eng
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