Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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kennen, das unbewußt ins Herz ſchleicht und mit Widerhaken haften bleibt, jene märchenhafte Ge⸗ ſchichte vom beſeligenden Schmerz, von der tau⸗ ſendarmigen Sehnſucht und dem Born aus dem man ſich nur Durſt trinkt. Die ſtolze Gräfin hätte begreifen müſſen, daß die conventionelle Ein⸗ richtung, welche die Geſellſchaft willkührlich ab⸗ theilt, von der Natur nicht anerkannt wird, und daß ein adeliges Pergament ſich als wenig aus⸗ reichender Schutz erweiſt für das Herz eines fern von den Lügen der Welt erzogenen Kindes. Aber die Frömmigkeit der Gräfin war eben ſo ſelbſt⸗ ſüchtig und nach Genuß lechzend wie ihre frühere Frivolität; ihr gemeines Herz bettelte jetzt bei der Kirche um Wallungen wie früher bei den Lieb⸗ habern.