Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
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einen Muskel in meiner Bruſt zu durchſchneiden und es giebt für mich keine Welt mehr?

Dieſer Gedanke ſchien ihn ſehr zu erfreuen; er lachte grell auf wie der Gefangene, der in einem Winkel ſeines Kerkers eine Feile gefunden und im ſichern Gefühl ſeiner Rettung an das verblüffte Geſicht des Kerkermeiſters denkt, der am nächſten Morgen das Gitter durchbrochen und den Käfig leer finden wird. Aber dieſer Gedanke waltete nicht lange vor. Sein Zorn gegen die Welt war mächtiger als das Gefühl ſeines Elends. Nicht mit Gott grollte er, ſondern mit der Menſchheit war er zerfallen; gegen dieſe ſtreckte ſich ſeine ge⸗ ballte Fauſt, die er einen Augenblick gegen ſich ſelbſt erhoben.

Selbſtmord, ſagte er,wäre kindiſch, die Welt bliebe unberührt von dem Eiſen, das meine Bruſt durchſchnitten; ſie würde wohl gar des Thoren ſpotten, der in ohnmächtiger Wuth ſich ſelbſt zer⸗ ſtört, anſtatt den Feind zu treffen. Nein ich will leben, wie der Strom der ſich verheerend über die Flur ergießt, wie der Orkan der mit ſtolzen Schif⸗ fen Fangball ſpielt. Ich will ſo viel Glück zer⸗ ſtören, daß die Anſicht der Kirche, dieſe Erde