Teil eines Werkes 
1. Bd. (1852)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

15

ſich in den Wagen heben. Der Wagen fuhr in ein ſchönes Palais und hielt vor einer breiten Treppe. Alles um ſie her ſchien ihr ſo bekannt und doch fremd und gleichgültig. Ohne daran zu denken, wohin es ging, ſtieg ſie dem Zug der Ge⸗ wohnheit nachgebend, auf den Arm des Dieners geſtützt zu ihrem Zimmer hinauf. Dort angekom men und unfähig ſich länger aufrecht zu erhalten ließ ſie ſich, noch den Hut auf dem Kopfe und den Shawl um die Schultern, auf den nächſten Fauteuil nieder, das ſtarre Auge zu Boden ge⸗ ſenkt und im wüſten Kopfe fortwährend den Ge⸗ danken wälzend:Er ein Mönch und ich verhei⸗ rathet die Kirche will nicht die Gräber öffnen! Endlich trat die Kammerfrau herein und war nicht wenig betroffen ihre Herrin in vollem Pro⸗ menadenanzug auf einem Fauteuil in der Nähe der Thüre ſitzen zu ſehen. Sie ſprach darüber ihr Erſtaunen aus, und wie die Dame von der bekannten Stimme geweckt den Kopf erhob, be⸗ merkte die Dienerin mit Schrecken die gläſernen Augen und das todtenbleiche Geſicht ihrer Herrin. Sie beeilte ſich ihr den Hut abzunehmen und d

enganſchließende Kleid zu löſen. Wie die Dame*