Capttän X. 301
nen Gunſten zu ſagen habe. Ich will auf der Stelle des Todes ſeyn, wenn ich—
«Tod und Teufel!“ ſchimpfte der Adjutant, nicht weiter auf ihn hoͤrend, gab ſeinem Pferde die Spo⸗ ren, flog auf ſeinen Poſten zuruͤck, war aber kaum angelangt, als eine Muſketenkugel ihn traf. Er ſtuͤrzte, und Leben und Tagewerk hatten fuͤr den Tapfern ein Ende.
Wir ſtanden in Schlachtordnung bei Salamanca. Das Traubenfeuer fing ſeine Verheerungen an, und pfefferte die Téte unſerer Colonnen; die Leute fielen rechts und links. Unter andern ſtuͤrzte ein Offizier kopflings mit ganzem Leibe in einen trocknen Graben; die Menge jammerte uͤber den Fall des unbekannten Braven; einige, die den Capitaͤn X. erkannt hatten, waren froh, daß er es ſei, der eine Grube fuͤlle. So⸗ bald aber das heiße Gefecht fuͤr uns eine gluͤckliche Endſchaft erreicht hatte, mit dem Feuer inne gehal⸗ ten ward, und dem fliehenden Feinde lebhaft nachge⸗ ſetzt wurde, erſchien ohngefaͤhr hundert Schritt von uns, aus Staub und Rauchwolken hervortretend, auf die Linie zueilend, den Hut mit der ellenlangen Fe— der in einer Hand, mit der andern das blanke Schwert ſchwenkend, und dem Regiment das lauteſte Huzza,


