Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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Capitän X. 299

nachher in der Londner Zeitung den officiellen Be⸗ richt des Sturms, und darin den Artikel, mit der zum erſten Mal vorkommenden neuen Rubrik:«Capi⸗ taͤn X. uͤberaus leicht verwundet. Er, der Ca⸗ pitaͤn, war uͤbrigens der einzige beim Regiment, der ſich nicht ſchaͤmte, und ſich durch die Brandmarkung, die in dieſer ironiſchen Wendung des aͤrztlichen Be⸗ richts fuͤr ihn lag, nicht getroffen fuͤhlte.

Jetzt gingen mir die Augen auf, ſo daß es mich nicht Wunder nahm, als ich bald nachher bei dem naͤchtli⸗ chen Angriff einer Feſtung mich von meinem Poſten im Nachtrab,(denn wir avancirten in kleinen Ab⸗ theilungen auf die Breſche zu) durch den erſten Ser⸗ geanten des Capitaͤns R., Eduard Flanegan von Gal⸗ way⸗town, mit folgenden Worten abrufen hoͤrte:«Herr Hartigan! Herr Hartigan! um Gotteswillen eilen Sie, was ſie koͤnnen, und uͤbernehmen das Commando der Compagnie, denn ſo eben laͤuft der Capitaͤn davon!»

Wer erinnert ſich nicht lebhaft an den heißen Tag von Fuente d'Onore. Nur fuͤr Capitaͤn R. war es ein kuͤhler, ein kaltbluͤtiger. Das Dorf wurde meh⸗ rere Mal abwechſelnd genommen und verlaſſen. Bei dem letzten Angriff, woran auch unſer Regiment Theil nahm, wurde der Feind vertrieben und der Ort be⸗ hauptet. Als wir aber hier, um die Flanke abzuge⸗ winnen, in geſchloſſenen Colonnen Compagnienweiſe