zarzt ihn, lgen, lei⸗ gend,
was
Capitän X. 297
Wunde geſehen habe,— verſetzte der Arzt trocken. — Wo ſind Sie verwundet, Sir?—
«Ja, was dieſen Punkt anbetrifft, liebſter Dok⸗ ter, ſo kann ich es ſo genau nicht angeben; das will ſagen, ich kann ſo eigentlich nicht beſtimmen, daß ich — was man nennt— verwundet, getroffen bin; nur... nur...
— Was nur, Herr? Ich habe Eile. Das Le⸗ ben ſo mancher Braven ſchwebt in Gefahr, wenn ich hier ohne Noth verweile; halten Sie mich nicht ſo lange, vielleicht um und wider nichts, auf!— rief der Arzt mit fuͤhlloſem Nachdruck.
«Liebſter Mann, liebſter Freund,» verſetzte Capi⸗ taͤn X.,«unterſuchen Sie mich, behandeln Sie mich zuletzt, ganz zuletzt!“
— Wo iſt die Wunde, wenn uͤberhaupt eine Wunde da iſt?— fragte der Wundarzt peremtoriſch.
—«Laſſen Sie es gut ſeyn, verlaſſen Sie mich; uͤber⸗ laſſen Sie mich meinem Schickſal; eilen Sie zu meinen Freunden, zu meinen armen Bruͤdern; bringen Sie ihnen Huͤlfe. Berichten Sie bloß: ich ſey ſchwer verwundet, und laſſen Sie mich ſterben!»
— Aber was haben Sie denn fuͤr eine Wunde? wo ſitzt ſie? wie iſt ſie beſchaffen? frage ich Sie zum letzten Male!—
„Es muß mich, ſo denke ich, ein Kanonenſchuß


