Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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Itriegsſrenen.

voll brennenden Eifer fuͤr den Dienſt, gab er ſich alle Muͤhe, einen Theil ſeines Muths und ſeiner kriegeri⸗ ſchen Gefuͤhle auf mich uͤberzutragen.

Das erſte Mal, als unſer Regiment in's Feuer gefuͤhrt werden ſollte, betraf Capitaͤn R. das Un⸗ gluͤck, gerade an dem Tage von einer Unpaͤßlichkeit befallen zu werden, als unſere Brigade Befehl zum Angriff erhielt. Dies noͤthigte ihn, mir die Leitung der Compagnie zu uͤbertragen. Ich theilte ſein Be⸗ dauern aufrichtig: der Umſtand fuͤgte ſich ſo ſehr zur Unzeit; dabei kam es mir uͤberdieß vor, als leide er noch mehr am Gemuͤth als koͤrperlich, obſchon er drei Stellen angab, die ihm unſaͤgliche Schmerzen verur⸗ ſachten. Wie geſagt, ich bedauerte ihn doppelt.

Kaum war es uns gelungen, den Feind aus einer ſtark befeſtigten Schanze zu vertreiben, als auch ſchon der Capitaͤn zu uns ſtieß, ſo friſch und geſund, und von ſeinen Kraͤmpfen befreit, wie ein Neubelebter, und zwar, wie er verſicherte, nach dem Gebrauch eines gewaltſamen Mittels, deſſen er ſich bei ſolchen Gele heiten bediente, deſſen Wirkung ohnfehlbar ſei, einer Kur auf Leben und Tod, wo es heißt:«Friß Vogel oder ſtirb. Er war nahe daran, als er erfuhr, daß das Gefecht voruͤber ſei, zu weinen wie ein Kind. «Man moͤchte raſend werden!» rief er ein Mal uͤber das andere aus.