Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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Der Veteran. 287

lipp Hartigan's eigenthuͤmliches Talent. Nie habe ich aus ſeinem Munde ein Wort gehoͤrt, was der Englaͤnder ein good Thing, der Franzoſe ein bon mot, der Deut⸗ ſche einen guten Einfall, ein Witzwort nennt, nie eine répartie, eine ſchnelle, beißende Gegenantwort. Gab man ihm aber nur Gelegenheit und unbedeutenden Stoff zu einer Erzaͤhlung, ſo wußte er ihn ſo zu be arbeiten, und dabei ſeine Gabe zum Schildern, ſeine Anlage zur Pantomime, ſein biegſames Organ welches ſich zu jeder Stimme, jedem Idiom, jeder Ausſprache, jedem Accent herlieh, ſo zu benutzen, daß ihn Nie⸗ mand hierin uͤbertraf, und er aus Wenigem Viel, aus Nichts oft Etwas und Alles zu machen verſtand.

Dieſen Abend beſonders tiſchte er uns ſeine beſten Anekdoten auf; zwar lauter alte und bekannte, aber des⸗ wegen um nichts ſchlechter geworden. Sein Gedaͤchtniß war ſo friſch als jemals, und es galt ihm voͤllig einer lei, ob er ſcherzhafte oder ernſte Hiſtoͤrchen vortrug. Tobias Underwood, der ſeine kleinen Geſchichten weit oͤfter als ich hatte erzaͤhlen hoͤren, mußte bei den er ſten eben ſo laut auflachen, als waͤren ſie eben erſt aus der Muͤhle gekommen; bei den letzten ſtill vor ſich weinen, doch nur nach der zweiten Flaſche und dem ſechsten Humpen.

Das Tageslicht beſchaͤmte unſere Nachtlichter, und wir ſchieden. Toby begab ſich auf ſein Zimmer,